Samstag, 11. Februar 2017

Mein Arbeitsplatz

Mit der Zeit sammelten sich immer mehr Stoffe an. Eine weitere Nähmaschine kam dazu, die Schneiderpuppe stand oft im Weg und in meinem alten Zimmer war einfach kein Platz mehr. Es fehlte ein Arbeitstisch und bei dem geplanten Umzug stand schließlich fest: Ein Raum musste her.

Glücklicherweise fanden wir auch schnell eine Wohnung mit einem Extrazimmer. Der Raum ist nicht besonders groß und deswegen war es sehr wichtig, alles funktionell und praktisch einzurichten, um richtig arbeiten zu können.

Darum geht es auch im Grunde genommen. Man muss sich keinen 50 Quadratmeter Raum mieten, um Kleider nähen zu können. Es geht auch mit wesentlich weniger.

Folgende Dinge dürfen aber nicht fehlen:

- ein Arbeitsplatz. Ein breiter Tisch oder eine Art Arbeitstheke, wie bei mir.

- Nähmaschine(n). Ich arbeite mit der Singer 8763 Curvy Computernähmaschine und einer Overlock von AEG

- ein bequemer Stuhl, um zu arbeiten. Wer viel und oft näht, weiß, dass Rückenschmerzen einfach dazu gehören. Deswegen: Vorbeugen!

- ein Regal für Stoffe. Wenn man anfängt, immer größere Mengen an Stoffen zu besitzen, sollte man auch über eine Aufbewahrung hierfür nachdenken. Ich wählte ein offenes Regal. Meine Stoffe liegen ordentlich gefaltet und gebunden übereinander. Diese Methode ist außerdem ganz praktisch, da man die Stoffe zum Beispiel nach Farbe, Art oder Kollektion sortieren und zusammenlegen kann.
Selbstverständlich kann man Stoffe auch in Schränken, Kartons etc. aufbewahren. Allerdings sollte man da unbedingt darauf achten, dass sich keine Motten einnisten. Hierfür gibt es aber spezielle Sprays, Tücher und andere Mittel.

- Schachteln für den ganzen Kram: Garne, Knöpfe, Gummibänder, Reißverschlüsse und so weiter. Ich habe Schachteln und ein Schubladenelement mit ausziehbaren Holzschubladen. So sind die ganzen Dinge gut sortiert.

Kleiner Tipp am Rande: sammelt überschüssige Bänder. Ihr schneidet zum Beispiel diese Aufhängbänder von eurer Kleidung ab, behaltet sie! Ich habe mittlerweile eine ganze Vase voller Bänder verschiedener Längen und brauche sie immer wieder mal. (für kleine Schleifen zum Beispiel)

- ein oder mehrere Nadelkissen: Ich habe Styropor mit Stoff bezogen und benutze diesen mittlerweile als Nadelkissen. Es gibt unheimlich viele kreative Möglichkeiten, Nadeln hübsch und sauber aufzubewahren

- eine Schneiderpuppe: Ich weiß, eine Schneiderpuppe ist nicht unbedingt ein Must-Have, aber meiner Meinung nach gehört sie auf jeden Fall dazu. Sie erleichtert die Anprobe eines Kleidungsstückes (wenn die Größe verstellbar ist). Ansonsten ist es einfacher, Stoffe auf der Puppe zu drapieren, um eine Kreation zu erschaffen. Als Dekoelement für Eure Ausstellungsstücke kann man sie aber in allen Fällen benutzen

- Papierkram: Ich habe mehrere Ordner für meine Unterlagen angefertigt: Schnittmuster, Entwürfe, Inspirationen und Theorie. Man kann sich seine Unterlagen beliebig aufteilen. Wichtig ist aber, eine allgemeine Ordnung zu behalten. Schnittmuster zu beschriften oder noch besser: eine kleine Zeichnung mit dazu legen, damit man auch beim nächsten Mal weiß, welches Kleidungsstück es ist.
Außerdem weiße Blätter für Entwürfe, ein Notizbuch oder einfach nur ein Kritzelbuch, um spontane Einfälle festzuhalten.

- Stifte: Bleistifte, Konturstifte, Filzstifte. Ich benutze Copics zum Illustrieren. Sie verlaufen schön, haben eine tolle Qualität, es gibt sie in allen Farben und sie lassen sich schichten. Was will man mehr?

- Deko? Wie wichtig ist Dekoration? Für mich stand fest: Der Raum muss zu 50 Prozent den praktischen Teil erfüllen und zu 50 Prozent dekorativ sein. Wenn euer Raum hübsch und kreativ eingerichtet ist, kommen auch die kreativen Gedanken sehr viel schneller. Mein Tipp: den Raum einheitlich einrichten. Ein gewisses Farbschema beibehalten, sich an einer oder höchstens zwei Stilrichtungen orientieren. Ich habe für mein Nähzimmer hellblau gewählt. Die Farbe ist schön ruhig und lässt sich prima mit anderen Farben kombinieren. Ich wollte eine Art Pralinenschachtel erschaffen. Einen Raum, der nicht erdrückt, aber trotzdem etwas märchenhaftes hat. Hier und da ein paar Einhörner, Rosen und etwas Glitzer.
Kerzen und Geschirr habe ich in dem gleichen Stil ausgesucht. "Peony" oder "Clean Cotton" von Yankee Candle passen gut in dieses ganze "Stoffthema". Sie duften frisch und machen keine Kopfschmerzen.
Mein Geschirr ist von Miss Etoile, da hat sich die Investition auch gelohnt. Ich benutze das Geschirr tatsächlich nur, wenn Kunden kommen. Einfach, um es nicht abzunutzen.


Das alles ist natürlich nur eine subjektive Meinung einer einzelnen Person. Es ist immer richtig, wenn es sich richtig anfühlt. Vor allem in solchen kreativen Bereichen.

In den nächsten Tagen folgen Fotos!

Ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen eine kleine Inspiration liefern :)

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